TL;DR: Medivere ist ein Mainzer Anbieter für spezialisierte Labordiagnostik per Selbsttest — Blut, Speichel und Stuhl werden über das DAkkS-akkreditierte Partnerlabor GANZIMMUN Diagnostics in Mainz ausgewertet. Lab2go ist eine Tracking-Plattform, die Laborbefunde aus beliebigen Quellen per OCR importiert und über Jahre visualisiert. Medivere löst die Analyse, Lab2go löst die Historie — und sie ergänzen sich für viele Biohacker besser als sie konkurrieren.
Wer seine Gesundheit systematisch messen will, stößt früh auf eine entscheidende Weggabelung: Brauche ich jetzt erst einen spezifischen Test — oder brauche ich eine Struktur, in der ich die Tests, die ich schon habe, sinnvoll auswerten kann? Medivere und Lab2go stehen für diese beiden Antworten. Dieser Vergleich zeigt, was beide leisten, wo die entscheidenden Unterschiede liegen und wann welche Kombination sinnvoll ist.
Kurzvergleich auf einen Blick
| Dimension | medivere | Lab2go |
|---|---|---|
| Kernleistung | Selbsttests (Blut, Speichel, Stuhl) + GANZIMMUN-Laboranalyse + Befundbericht | Biomarker- und Supplement-Tracking, OCR-Import, Langzeit-Dashboard |
| Preis-Modell | Pro Test einmalig (ca. 21–252+ €) | Abo: Free oder Pro (7,99 € pro Monat, 49,99 € pro Jahr) |
| Panel-Schwerpunkte | Hormone (Speichel), Vitalstoffe, Darm-Mikrobiom, Schwermetalle, Schilddrüse | Jeder Laborwert lässt sich eintragen (Free und Pro: unbegrenzt viele Biomarker) |
| Labor-Eigenleistung | Kein eigenes Labor — Analyse über GANZIMMUN Diagnostics GmbH (Mainz, DAkkS-akkreditiert) | Kein eigenes Labor — aggregiert externe Befunde |
| Tracking-Fokus | Einzelbefunde pro Testauftrag, kein übergreifendes Langzeit-Dashboard | Langzeit-Historie über alle Quellen, Supplement-Stack integriert |
| OCR-Import externer Befunde | Nein | Ja (PDF, JPG, PNG bis 20 MB) |
| Probenarten | Kapillarblut, Speichel, Stuhl, Urin | Nicht relevant — nimmt Befunde aus jeder Quelle entgegen |
| Sprachen | Primär Deutsch | Web-App: Deutsch, Englisch; iOS-Beta: weitgehend fünf Sprachen |
| App / Dashboard | Online-Portal für Bestellungen und Befundabruf | Web-App, iOS-Beta (TestFlight) |
| Familie / Mehrpersonen | Je Bestellkonto | 1 Profil (Free), unbegrenzt (Pro) |
| DSGVO / Hosting | DSGVO-konform, Labor in Deutschland (Mainz) | Datenbank in Frankfurt (EU), verschlüsselt gespeichert; Befundauswertung auch über einen Anbieter in Frankreich (Mistral AI) |
| Supplement-Tracking | Keine Supplement-Verwaltung | Supplement-Stack mit Einnahmeplan: Dosis, Zeitpunkt, Start/Stopp |
Anbieterpreise Stand April 2026, Lab2go-Preise Stand September 2026; alle Preise laut Anbieter-Website und Preisvergleichsportalen. Angaben sind Momentaufnahmen — bitte vor Kaufentscheidung aktuelle Preise und Leistungsumfang prüfen.
Was macht medivere besonders gut?
Medivere ist ein auf naturheilkundlich-funktionalmedizinische Diagnostik spezialisierter Selbsttest-Anbieter mit Sitz in Mainz. Die Kernstärke liegt in der Kooperation mit GANZIMMUN Diagnostics GmbH — einem der renommiertesten deutschen Labore für präventiv- und komplementärmedizinische Diagnostik, gegründet 1998 in Mainz, DAkkS-akkreditiert, mit über 4.000 Analyseparametern im Leistungsverzeichnis.
Was medivere von schulmedizinisch fokussierten Anbietern unterscheidet: die diagnostischen Schwerpunkte. Viele Testanbieter konzentrieren sich auf die klassischen Blutbild-Parameter, die auch der Hausarzt messen würde. Medivere geht weiter in Richtung funktioneller und naturheilkundlicher Fragestellungen.
Speicheltests für Hormonstatus und Cortisol-Profile. Medivere bietet Hormonprofile per Speicheltest an — für Frauen (Östradiol, Östriol, Progesteron, Testosteron, DHEA, Cortisol) und als Tagesprofile für Cortisol (nach dem Aufwachen, nach 2 Stunden, nach 4 Stunden). Speicheltests bilden die freien Hormonfraktionen ab; sie werden bei Fragestellungen rund um Stress und Wechseljahre eingesetzt und im Kassenarzt-Labor selten angeboten.
Darmdiagnostik. Der Gesundheitscheck Darm und der Darm-Mikrobiom Plus Stuhltest analysieren Flora-Status, aerobe und anaerobe Marker-Organismen, Pilze, Hefen, Verdauungsrückstände und Zonulin — ein Entzündungsmarker für Darmpermeabilität. Das ist deutlich breiter als das, was im klassischen Stuhltest beim Gastroenterologen standardmäßig bestimmt wird. Der Artikel zum Leaky-Gut-Marker-Überblick beschreibt, welche Marker bei Darmfragen betrachtet werden; ob ein Test infrage kommt, klärt die Ärztin oder der Arzt.
Vitalstoffe und Mikronährstoffe. Vitaminstatus (B12, D, Folsäure), Mineralstoffprofil, Schwermetallbelastung, Vitamincheck-Pakete — das Sortiment deckt funktionalmedizinische Fragestellungen ab, die ein normales Kassenblutbild nicht beantwortet. Eine gute Ergänzung zu den Mikronährstoff-Defizit-Mustern, die im Lab2go-Blog beschrieben werden.
Niedrige Einstiegsschwelle. Vitamin-D-Bluttest ab rund 21 Euro macht bestimmte Einzeltests günstig zugänglich. Die Bestellung ist ohne Rezept möglich, die Probe wird nach Hause geschickt, Ergebnisse kommen nach 5–14 Werktagen als Befundbericht — je nach Test und Probenaufkommen.
Was macht Lab2go besonders gut?
Lab2go ist keine Testmarke, sondern eine Tracking-Plattform. Das Tool analysiert selbst kein Blut, keinen Speichel und keinen Stuhl — es nimmt deine Laborbefunde aus allen Quellen entgegen und macht daraus eine durchsuchbare, vergleichbare, exportierbare Langzeit-Historie.
OCR-Import für externe Befunde. Lade einen medivere-Befundbericht hoch, ein Hausarzt-Blutbild, ein Foto eines ausgedruckten Laborzettels — die OCR-Engine erkennt Werte automatisch und legt sie in der richtigen Biomarker-Kategorie ab. Das ist der Kern-Vorteil, den andere Tools meist nicht haben: aggregieren, was du bereits hast. Mehr zur Mechanik im PDF-Laborimport-Guide.
Langzeit-Zeitreihen über alle Quellen. Ein Ferritin-Wert vom Hausarzt aus 2023, ein medivere-Hormonstatus von letztem Herbst und ein Privatlabor-Befund von heute — alle drei landen in einer Zeitreihe mit Trendpfeilen und farbcodierten Referenzbereichen. Sinkt dein DHEA über mehrere Messpunkte, siehst du das sofort — auch wenn die Tests von verschiedenen Anbietern stammen. Das ist der Kern des Langzeit-Biomarker-Tracking-Ansatzes.
Supplement-Stack im selben Konto wie die Biomarker. Jedes Supplement bekommt in Lab2go einen Einnahmeplan — inklusive Dosis, Zeitpunkt, Zyklus und Start-Datum. So vergleichst du Einnahmezeitraum und Laborverlauf selbst und machst daraus ein strukturiertes N=1-Experiment. Der Guide zum Supplement-Stack-Management in Lab2go beschreibt das im Detail.
Familienprofile und Mehrsprachigkeit. Familienprofile im Pro-Plan, fünf Sprachen (Web-App auf Deutsch und Englisch, iOS-Beta weitgehend übersetzt). Wer für Paare oder Familie trackt, legt eigene Profile an. Mehr dazu im Artikel zu Lab2go für Paare.
Freier Tier ohne Zeitlimit. Lab2go Free erlaubt unbegrenzt viele Biomarker in einem Profil und den vollen Verlauf — dauerhaft kostenlos. Pro (7,99 € pro Monat oder 49,99 € pro Jahr) erlaubt zusätzlich unbegrenzt viele Profile. Alle Details auf der Preisseite und im Feature-Überblick.
Die wichtigsten Unterschiede
Der Unterschied zwischen medivere und Lab2go ist nicht graduell, sondern kategorisch. Es sind zwei verschiedene Produkttypen, die unterschiedliche Fragen beantworten.
Testmethode und Probenarten. Medivere schickt dir ein Kit — Kapillarblut per Fingerstich, Speichel, Stuhl oder Urin je nach Test. Die Probe geht an GANZIMMUN, du bekommst einen Befundbericht zurück. Lab2go stellt kein Kit zur Verfügung und analysiert nichts. Es ist die Daten-Endstation, in der medivere-Befunde, Hausarzt-PDFs und Privatlabor-Ergebnisse zusammenlaufen.
Diagnostischer Schwerpunkt. Medivere fokussiert naturheilkundlich-funktionalmedizinisch: Speichelhormonprofile, Darm-Mikrobiom, Vitalstoffstatus, Schwermetalle. Das ist ein anderes Spektrum als schulmedizinische Standardlabore. Lab2go ist inhaltlich neutral — es nimmt auf, was du einlieferst, egal ob klassisches Blutbild oder naturheilkundlicher Speicheltest.
Kostenstruktur. Medivere wird pro Test bezahlt. Vitamin-D-Bluttest rund 21 Euro, ein Hormonprofil 57–105 Euro, ein umfassendes Darm-Mikrobiom-Paket über 200 Euro — einmalig, inklusive Laboranalyse. Lab2go ist ein Abo: 0 Euro oder 49,99 Euro pro Jahr, unabhängig davon, wie viele Werte eingetragen werden. Die Kosten sind unabhängig voneinander — Medivere-Tests kosten Geld, egal welchen Lab2go-Plan du hast.
Tracking-Tiefe. Medivere liefert Einzelbefunde mit Referenzwert-Einordnung pro Testauftrag. Ein übergreifendes Langzeit-Dashboard, das verschiedene Testtypen (Blut, Speichel, Stuhl) aus verschiedenen Jahren zusammenführt, ist nicht der primäre Use-Case. Lab2go ist genau dafür gebaut: alle Werte in einer Zeitreihe, egal woher.
Interventions-Integration. Supplement-Dosis neben Biomarker-Zeitreihe ist Lab2go-Territorium. Medivere gibt im Befundbericht Hinweise, trackt aber keine Einnahmen strukturiert.
Sprachen und internationale Nutzung. Lab2go gibt es in fünf Sprachen — Website komplett, Web-App auf Deutsch und Englisch, iOS-Beta weitgehend übersetzt. Medivere adressiert primär den deutschsprachigen Markt. Für internationale Haushalte ein klares Pro-Lab2go.
Preis-Szenarien: Drei realistische Fälle
Drei typische Nutzer-Profile mit grob geschätzten Jahres-Gesamtkosten (reine Beispielrechnung, keine Empfehlung zur Testhäufigkeit; Anbieterpreise Stand April 2026, Lab2go-Preise Stand September 2026, ohne Krankenkassen-Erstattungen):
Szenario 1 — Gezielte Einzelmessung. Einmal Vitamin D im Herbst (ca. 21 Euro) plus einmal Hormonprofil Frau im Frühjahr (ca. 57–105 Euro). Medivere-Gesamtkosten: rund 80–130 Euro. Lab2go Free für die PDF-Ablage reicht. Summe: rund 80–130 Euro pro Jahr.
Szenario 2 — Funktionalmedizinisch arbeitender Biohacker. Zwei medivere-Panels pro Jahr (z. B. Cortisol-Tagesprofil ca. 90 Euro, Darm-Gesundheitscheck ca. 150 Euro), plus drei Hausarzt-Blutbilder als Kassenleistung. Lab2go Pro (49,99 Euro) für OCR-Import und Supplement-Tracking. Summe: rund 290–330 Euro pro Jahr.
Szenario 3 — Familie mit mehreren Tracking-Zielen. Medivere-Tests für zwei Familienmitglieder (ca. 300–400 Euro kombiniert), Lab2go Pro (49,99 Euro pro Jahr) für alle Profile mit gemeinsamer Übersicht. Summe: rund 350–450 Euro pro Jahr.
Die entscheidende Erkenntnis: Medivere-Kosten skalieren mit der Anzahl und Komplexität der Tests, Lab2go-Kosten mit dem Tracking-Funktionsumfang. Beide Budgets laufen unabhängig — wer mehr testen will, zahlt mehr für Tests, unabhängig vom Lab2go-Plan.
Wann passt medivere besser?
Medivere ist für Nutzerinnen und Nutzer gedacht, die konkrete diagnostische Fragen haben, die weder Hausarzt noch Kasse im Standard abdecken — und einen Befundbericht statt einer rohen Tabelle möchten.
Typische Anlässe, aus denen Menschen zu solchen Selbsttests greifen: ein Cortisol-Tagesverlauf bei Stress-Fragen, ein Hormonprofil im Wechseljahreskontext, eine Mikrobiom-Analyse, die über den Standard hinausgeht, oder Fragen zu Schwermetallbelastung und Vitalstoffstatus, die ein normales Blutbild nicht erfasst. Speicheltests messen freie Hormonfraktionen, die Serum-Tests in dieser Auflösung nicht liefern. Ob ein solcher Test im Einzelfall sinnvoll ist, klärt die Ärztin oder der Arzt.
Auch sinnvoll: Wenn du mit einem naturheilkundlich oder funktionalmedizinisch arbeitenden Therapeuten zusammenarbeitest, der GANZIMMUN-Befunde in seine Einordnung einbezieht — die Befundberichte des Labors sind für diesen Kontext ausgelegt.
Wann passt Lab2go besser?
Lab2go ist für Nutzerinnen und Nutzer gedacht, die bereits Laborwerte aus verschiedenen Quellen sammeln oder langfristig dokumentieren wollen — und eine Struktur brauchen, die unabhängig vom Testanbieter funktioniert.
Typische Szenarien: Hausarzt-Blutbilder aus den letzten Jahren, ein paar medivere-Befundberichte und vielleicht ein cerascreen-Test sollen zentral in einer Ansicht liegen. Wer Supplement-Einnahmen dokumentiert und mit Biomarkern vergleichen will, findet in der Biomarker-Baseline-Checkliste und im N=1-Experiment-Playbook das systematische Vorgehen beschrieben. Auch Tracking für Partner oder Familie mit eigenen Profilen und ein Datenexport, der Anbieter-Wechsel übersteht, gehören dazu.
Auch sinnvoll: Wenn die Zahl deiner Laborergebnisse eine kritische Masse erreicht hat, bei der eine App pro Anbieter nicht mehr reicht — und du die Interpretationshoheit über deine Daten bewusst behalten willst.
Gemeinsam besser? Die Kombinationsstrategie
Die ehrlichste Antwort ist: Für Biohacker mit einem naturheilkundlichen Schwerpunkt sind medivere und Lab2go keine Alternativen, sondern ergänzen sich: Das Labor liefert die Messwerte, Lab2go dokumentiert und visualisiert sie.
Der Ablauf in der Praxis: Du bestellst bei medivere ein Speichel-Hormonprofil oder eine Darm-Mikrobiom-Analyse — Bereiche, bei denen die Testtiefe des GANZIMMUN-Labors echten Mehrwert gegenüber Standard-Blutbildern hat. Du sammelst die Probe, schickst sie ein, bekommst den Befundbericht als PDF. Dieser wandert per OCR-Upload in Lab2go. Dort liegt der medivere-Hormonbefund neben deinem letzten Hausarzt-Blutbild und deinem Vitamin-D-Ergebnis von cerascreen — im selben Konto wie dein laufender Supplement-Stack.
Das Ergebnis: Du nutzt mediveres diagnostische Tiefe für die Fragen, die standardmedizinische Labore nicht beantworten, und Lab2gos Tracking-Infrastruktur für die Langzeit-Perspektive. Keine Datenfragmentierung, keine Befundberichte in verstreuten App-Silos.
Für die PDF-Import-Mechanik in Lab2go lohnt sich ein Blick auf den Lab-Archive-Automation-Guide — er zeigt, wie sich medivere-Befunde systematisch in ein Langzeit-Archiv überführen lassen.
Datenexport und Langzeit-Planung
Ein oft unterschätzter Aspekt: Was passiert mit deinen Daten, wenn du den Anbieter wechselst?
Medivere stellt Befundberichte als PDFs bereit, die du herunterladen kannst. Ein strukturierter CSV-Export aller jemals gemessenen Werte mit Zeitstempel und Einheiten ist nicht der primäre Use-Case des Anbieter-Portals — die Plattform ist auf die Bestellung und den Abruf einzelner Tests ausgelegt.
Lab2go unterstützt Export aller Messwerte als Excel, CSV oder JSON (Web-App) in jedem Plan — unabhängig davon, über welche Quelle die Werte eingetragen wurden. Wer Lab2go später durch ein anderes Tool ersetzen möchte, bekommt die komplette Biomarker- und Supplement-Historie portierbar mit. Datenportabilität ist ein nüchterner Entscheidungsfaktor, wenn Tracking über mehrere Jahre laufen soll.
Praktische Konsequenz: Sobald mehr als zwei oder drei medivere-Befunde vorliegen, ist eine zentrale Tracking-Struktur naheliegend — unabhängig vom Anbieter. Dann sind die Daten nicht Eigentum einer einzelnen App, sondern gehören dir.
Fazit
Medivere und Lab2go adressieren unterschiedliche Bedürfnisse — und das ist keine Kritik, sondern ein Hinweis auf die richtige Nutzung. Wer diagnostische Fragen hat, die über ein Hausarzt-Blutbild hinausgehen — insbesondere in den Bereichen Hormone, Darm-Mikrobiom und Vitalstoffe — findet in medivere über das GANZIMMUN-Labor eine analytisch ernsthafte Grundlage. Wer Laborwerte aus mehreren Quellen über Jahre strukturieren, im selben Konto wie die Supplement-Einnahmen führen und exportierbar halten will, braucht eine Plattform wie Lab2go.
Die sinnvollste Frage ist selten „entweder oder”. Medivere liefert die spezialisierten Analysen, die ein normales Blutbild nicht hergibt. Lab2go sorgt dafür, dass diese Befunde — zusammen mit allem, was sonst noch an Labordaten anfällt — nicht in einem Portal-Silo bleiben, sondern Teil einer langfristigen, exportierbaren Biomarker-Geschichte werden.
Für den Einstieg ins strukturierte Tracking lohnt ein Blick auf die Lab2go-Features und die Preisseite — der Free-Tier reicht für erste PDF-Imports und den Aufbau einer Baseline.
Dieser Artikel ist ein redaktioneller Vergleich. Alle Angaben zu medivere beruhen auf öffentlich verfügbaren Informationen der medivere.de-Website und Preisvergleichsportalen (Stand April 2026) und können sich ändern. Medivere hat diesen Artikel nicht autorisiert oder gegengelesen. Bei Abweichungen zur aktuellen Produktlage gilt die offizielle Anbieter-Information.
Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Biomarker-Interpretation, Diagnose und Therapie liegen in ärztlicher Hand. Selbsttests und Tracking-Tools können den Dialog mit medizinischem Fachpersonal unterstützen, aber nicht ersetzen.
FAQ zum Artikel
- Ist medivere günstiger als Lab2go?
- Das ist der falsche Vergleich — beide berechnen unterschiedliche Leistungen. Medivere verlangt pro Testkit einmalig: Vitamin-D-Bluttest ab ca. 21 Euro, Hormonprofil Frau ca. 57–105 Euro, Darm-Mikrobiom-Panel über 200 Euro (Anbieterpreise Stand April 2026). Lab2go kostet 0 Euro (Free) oder 7,99 Euro pro Monat (Pro, 49,99 Euro im Jahresabo) und analysiert selbst kein Blut. Wer nur einmal jährlich einen Wert messen will, kommt mit einem medivere-Kit günstiger weg. Wer regelmäßig aus mehreren Quellen trackt, profitiert von Lab2gos Langzeit-Struktur.
- Kann ich medivere-Ergebnisse in Lab2go importieren?
- Ja. Jeder medivere-Befund liegt als PDF vor — den lädst du in Lab2go hoch, die OCR-Engine erkennt die Werte automatisch und legt sie in der Biomarker-Historie an. Damit landen deine medivere-Hormontests, dein GANZIMMUN-Stuhlbefund und das Hausarzt-Blutbild in derselben Zeitreihe. Genau das ist Lab2gos Kernvorteil: eine Daten-Endstation für alle Quellen.
- Welches Tool eignet sich besser für Einsteiger?
- Medivere, wenn du gezielt einen bestimmten Wert (Vitamin D, Hormonstatus, Darmflora) testen willst, ohne Arzttermin zu brauchen. Die Befundberichte des GANZIMMUN-Labors enthalten Referenzwerte und kurze Einordnungen. Lab2go eignet sich für Einsteiger, die bereits Laborbefunde vom Hausarzt oder aus anderen Tests haben und jetzt Struktur brauchen. Viele Nutzer kombinieren beides.
- Wie gehen beide Anbieter mit Datenschutz und Hosting um?
- Medivere kooperiert mit GANZIMMUN Diagnostics GmbH in Mainz — einem DAkkS-akkreditierten Labor mit Sitz in Deutschland. Die Probenanalyse erfolgt nach dem aktuellen Stand der DSGVO. Lab2go speichert verschlüsselt in einer Datenbank in Frankfurt (EU), wertet hochgeladene Befunde auch über einen Anbieter in Frankreich (Mistral AI) aus und bietet jederzeitigen Datenexport. Details zu Auftragsverarbeitung und Unterauftragnehmern findest du in den jeweiligen Datenschutzerklärungen.
- Welches Tool für langfristiges Biomarker-Tracking?
- Lab2go. Die Plattform ist für Mehr-Jahres-Verläufe gebaut: unbegrenzte Messungen im Pro-Plan, Trendcharts mit Referenzbereichen, Supplement-Einträge im selben Konto und Familienprofile im Pro-Plan. Medivere-Berichte zeigen Einzelbefunde, aber kein übergreifendes Langzeit-Dashboard über verschiedene Testarten und externe Quellen.
- Was unterscheidet medivere von anderen Selbsttest-Anbietern?
- Medivere nutzt als primären Laborpartner GANZIMMUN Diagnostics GmbH in Mainz — Europas führendes Labor für präventiv- und komplementärmedizinische Diagnostik mit über 4.000 Parametern. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf naturheilkundlich relevanten Werten: Hormone per Speicheltest, Darmflora-Analysen, Mikronährstoffe, Schwermetalle und Vitalstoffe. Das unterscheidet medivere von rein schulmedizinisch ausgerichteten Kit-Anbietern.
- Unterstützen beide Tools mehrere Sprachen?
- Medivere ist primär für den deutschsprachigen Markt ausgerichtet. Lab2go gibt es in fünf Sprachen: Website und Inhalte komplett übersetzt, die Web-App auf Deutsch und Englisch, die iOS-Beta weitgehend in fünf Sprachen übersetzt. Für internationale Haushalte oder mehrsprachige Nutzungsszenarien ist das ein relevanter Unterschied.
- Was macht medivere besonders gut?
- Die Tiefe des naturheilkundlichen Testspektrums. Über das GANZIMMUN-Labor deckt medivere Bereiche ab, die viele andere Selbsttest-Anbieter nicht im Programm haben: Speichel-Hormontests für Cortisol-Tagesprofile, Hormonprofile für Frau und Mann, Darm-Mikrobiom-Analysen, Schwermetallbelastung und Vitalstoffe. Wer einen naturheilkundlich oder funktionalmedizinisch informierten Diagnostik-Ansatz verfolgt, findet bei medivere passende Testoptionen.
- Was macht Lab2go besonders gut?
- Die Aggregation heterogener Datenquellen. PDF-Import per OCR aus beliebigen Laboren, manueller Eintrag, Supplement-Stack im selben Konto, unbegrenzte Familienprofile im Pro-Plan, Export als Excel, CSV oder JSON — alles in einer Zeitreihe. Wer Werte aus Hausarzt, medivere-Selbsttest, Privatlabor und Wearable zusammenführen will, findet in Lab2go die einzige Sicht, in der alles zusammenläuft.
- Kann ich medivere und Lab2go parallel nutzen?
- Ja — das ist für viele Biohacker der sinnvollste Ansatz. Medivere für spezialisierte Tests, die weder Hausarzt noch Kasse standardmäßig abdecken (Speichel-Kortisol-Tagesprofil, Hormonprofil, Darmflora). Lab2go als langfristige Datenzentrale, in die die medivere-PDFs per OCR wandern und dort im selben Konto wie Hausarzt-Blutbilder und Supplement-Stack liegen. So nutzt du mediveres Testtiefe und Lab2gos Tracking-Breite.
Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Besprich Änderungen an Ernährung, Supplementierung oder Medikation mit einer qualifizierten medizinischen Fachperson.
Maritta Schmid, Heilpraktikerin (Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz), Erlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz, erteilt vom Gesundheitsamt Heilbronn (Februar 2010), Aufsicht: Landratsamt Ostalbkreis – Gesundheitsamt Aalen
Heilpraktikerin & Gründerin
Schwäbisch Gmünd, Deutschland
Verknüpft Gesundheitsdaten, Technologie und praktische Routinen für echte Verhaltensänderung.