Biomarker µg/dl oder µmol/l

Vitamin A (Retinol)

Fettlösliches Vitamin für Sehen, Haut und Schleimhäute, im Blut als Retinol gemessen

Auch bekannt als

Vitamin A Retinol

Definition

Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin, das der Körper in der Leber speichert. Mit der Nahrung kommt es als fertiges Vitamin A (Retinol) aus tierischen Lebensmitteln oder als Vorstufe wie Beta-Carotin aus Pflanzen. Es wird für das Sehen bei wenig Licht gebraucht und trägt zum Erhalt von Haut, Schleimhäuten, Zähnen und Knochen bei. Der Bluttest misst, wie viel Vitamin A im Blut zirkuliert.

Parameter Wert
Einheit µg/dl oder µmol/l
Referenzbereich Typische Spanne laut MedlinePlus: 30–120 µg/dl bzw. 1,1–4,2 µmol/l. Labore können leicht abweichende Bereiche und Messverfahren nutzen; maßgeblich ist der Bereich in deinem Befund. Besprich Abweichungen mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt.

Deinen persönlichen Zielbereich legst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt fest.

Umrechnung: µg/dl × 0,0349 = µmol/l; µmol/l × 28,6 = µg/dl. Umgerechnete Werte sind gerundet und können leicht von den Angaben eines Labors abweichen.

↓ Was ein niedriger Wert bedeutet

Ein niedriger Wert bedeutet, dass wenig Vitamin A im Blut vorhanden ist. Das kann mit Problemen bei der Fettaufnahme im Darm zusammenhängen, etwa bei Mukoviszidose, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse wie Entzündung oder zu geringer Enzymbildung oder bei Zöliakie. Ein Mangel kann sich unter anderem durch Nachtblindheit, trockene oder entzündete Augen, trockene, schuppige Haut, Hautausschläge, wiederkehrende Infekte, Haarausfall oder Appetitlosigkeit zeigen. Die Ursache klärt deine Ärztin bzw. dein Arzt.

↑ Was ein hoher Wert bedeutet

Ein hoher Wert bedeutet, dass sich Vitamin A im Körper angesammelt haben kann. Zu viel vorgeformtes Vitamin A kann krank machen, unter anderem mit Knochen- und Muskelschmerzen, Übelkeit, Durchfall, Doppelbildern, Haarausfall, Koordinationsstörungen, vergrößerter Leber und Milz oder erhöhtem Hirndruck. In der Schwangerschaft können große Mengen Fehlbildungen verursachen. Große Mengen Beta-Carotin färben die Haut gelblich-orange, machen aber nicht ernsthaft krank. Besprich erhöhte Werte mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt.

Wann testen?

Der Test dient dazu, zu viel oder zu wenig Vitamin A im Blut festzustellen, etwa bei passenden Beschwerden oder bei Erkrankungen, die die Fettaufnahme stören. Je nach Labor kann eine Nüchternphase von bis zu 24 Stunden vorgesehen sein; halte dich an die Vorgaben deiner Praxis bzw. deines Labors.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Retinol und Beta-Carotin? +

Retinol ist fertiges, aktives Vitamin A und kommt vor allem in tierischen Lebensmitteln wie Leber, Vollmilch oder angereicherten Produkten vor. Beta-Carotin ist ein Pflanzenfarbstoff, den der Körper bei Bedarf in Vitamin A umwandelt. Es steckt zum Beispiel in Karotten, Süßkartoffeln oder dunkelgrünem Blattgemüse.

Kann Beta-Carotin zu einer Vitamin-A-Vergiftung führen? +

Laut MedlinePlus machen große Mengen Beta-Carotin nicht ernsthaft krank, können die Haut aber gelblich-orange färben. Das bildet sich zurück, wenn weniger aufgenommen wird. Eine Überdosierung betrifft vor allem vorgeformtes Vitamin A, etwa aus Präparaten.

Muss ich für den Test nüchtern sein? +

Das hängt vom Labor ab. Manche sehen vor, bis zu 24 Stunden vorher nichts zu essen oder zu trinken. Frag bei deiner Praxis bzw. deinem Labor nach, welche Vorgaben gelten.

Warum ist Vitamin A in der Schwangerschaft ein besonderes Thema? +

Vitamin A spielt eine Rolle für Schwangerschaft und Stillzeit, große Mengen können beim ungeborenen Kind jedoch Fehlbildungen verursachen. Ob und wie Vitamin A in dieser Zeit kontrolliert wird, besprichst du mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt.

Vitamin A (Retinol)

Zuletzt aktualisiert: 05. Oktober 2026

Diese Informationen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Referenzbereiche können je nach Labor, Methode und Land variieren.