RDW (Erythrozytenverteilungsbreite)
Blutbildwert, der zeigt, wie stark die Größe der roten Blutkörperchen schwankt
Auch bekannt als
Definition
Die RDW (Red Cell Distribution Width) beschreibt, wie stark Größe und Volumen der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) voneinander abweichen. Normalerweise sind sie etwa gleich groß. Das Messgerät stellt die Zellgrößen als Histogramm dar: Liegen sie eng beieinander, ist die RDW niedrig; streuen sie stärker, ist sie hoch. Der Wert ist meist Teil des Blutbilds und wird zusammen mit weiteren Blutwerten gelesen, etwa bei der Suche nach der Ursache einer Anämie.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Einheit | % (RDW-CV); als RDW-SD in fl |
| Referenzbereich | Kein einheitlicher Bereich: Die RDW wird meist in Prozent angegeben und mit dem Referenzbereich des jeweiligen Labors verglichen, der je nach Gerät und Methode abweicht. Maßgeblich ist der Bereich in deinem Befund; die Einordnung übernimmt deine Ärztin bzw. dein Arzt. |
Deinen persönlichen Zielbereich legst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt fest.
↓ Was ein niedriger Wert bedeutet
Eine niedrige RDW bedeutet, dass die roten Blutkörperchen sehr ähnlich groß sind. Laut MedlinePlus ist das kein Zeichen einer Anämie und meist kein Grund zur Sorge. Auch eine normale RDW schließt eine Anämie oder eine andere Erkrankung nicht aus, denn die Zellen können trotzdem insgesamt größer oder kleiner als üblich sein. Besprich Abweichungen mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt.
↑ Was ein hoher Wert bedeutet
Eine hohe RDW bedeutet, dass die Größe der roten Blutkörperchen stärker schwankt als üblich. Zusammen mit anderen Blutwerten kann das mit Eisenmangel, verschiedenen Anämieformen, Thalassämie oder Sichelzellanämie zusammenhängen. MedlinePlus nennt außerdem Zusammenhänge mit chronischen Lebererkrankungen, Herzerkrankungen, Diabetes, Nierenerkrankungen und Krebserkrankungen, besonders Darmkrebs. Ein einzelner erhöhter Wert stellt keine Diagnose. Besprich Abweichungen mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt.
Wann testen?
Die RDW wird meist mit dem Blutbild bestimmt, etwa bei einer Routineuntersuchung oder bei Anzeichen einer Anämie wie Atemnot, Schwäche, Müdigkeit, Kopfschmerz, Schwindel oder Herzrhythmusstörungen. Weitere Anlässe sind Thalassämie oder Sichelzellanämie in der Familie, chronische Erkrankungen, eisenarme Ernährung, langwierige Infektionen oder starker Blutverlust. Eine besondere Vorbereitung ist nicht nötig.
Häufige Fragen
Was sagt eine hohe RDW aus? +
Sie zeigt, dass die roten Blutkörperchen unterschiedlich groß sind. Für sich allein erklärt sie keine Ursache. Deine Ärztin bzw. dein Arzt liest sie zusammen mit weiteren Werten des Blutbilds und anderen Laborwerten.
Ist eine niedrige RDW bedenklich? +
Nach MedlinePlus ist eine niedrige RDW kein Zeichen einer Anämie und in der Regel kein Grund zur Sorge. Sie bedeutet nur, dass die Zellen sehr ähnlich groß sind.
Schließt eine normale RDW eine Anämie aus? +
Nein. Auch bei normaler RDW können die roten Blutkörperchen insgesamt größer oder kleiner als üblich sein. Deshalb wird die RDW nie allein, sondern mit dem übrigen Blutbild bewertet.
Was ist der Unterschied zwischen RDW-CV und RDW-SD? +
Beide beschreiben die Größenstreuung der roten Blutkörperchen, aber auf verschiedene Weise: RDW-CV als Prozentwert, RDW-SD als Breite der Verteilung in Femtolitern. Welcher Wert in deinem Befund steht, hängt vom Labor ab; die Bereiche sind nicht untereinander austauschbar.
RDW (Erythrozytenverteilungsbreite)
Zuletzt aktualisiert: 05. Oktober 2026
Diese Informationen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Referenzbereiche können je nach Labor, Methode und Land variieren.