Vitamin C (Ascorbinsäure)
Wasserlösliches Vitamin für Bindegewebe, Wundheilung und die Aufnahme von Eisen
Auch bekannt als
Definition
Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wasserlösliches Vitamin, das der Körper nicht selbst bilden und nur in geringem Umfang speichern kann. Er braucht es zum Aufbau von Kollagen für Haut, Sehnen, Bänder und Blutgefäße, für Wundheilung, Knorpel, Knochen und Zähne sowie für die Aufnahme von Eisen. Vitamin C zählt außerdem zu den Antioxidantien. Überschüsse werden über den Urin ausgeschieden, deshalb ist eine regelmäßige Zufuhr über Obst und Gemüse nötig.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Einheit | je nach Labor und Messverfahren unterschiedlich |
| Referenzbereich | Kein einheitlicher Referenzbereich in diesem Glossar: Labore messen Vitamin C mit unterschiedlichen Methoden und geben eigene Spannen an. Maßgeblich ist der Referenzbereich in deinem Befund; besprich ihn mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt. |
Deinen persönlichen Zielbereich legst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt fest.
↓ Was ein niedriger Wert bedeutet
Zu wenig Vitamin C kann mit Zahnfleischbluten und Zahnfleischentzündung, leichten Blutergüssen, Nasenbluten, langsamer Wundheilung, Infektanfälligkeit, trockener, schuppiger Haut, trockenem Haar, geschwollenen, schmerzenden Gelenken und Blutarmut einhergehen. Die schwere Form heißt Skorbut und betrifft vor allem ältere, mangelernährte Menschen. Rauchen und Passivrauchen erhöhen den Bedarf, ebenso Schwangerschaft und Stillzeit. Besprich einen niedrigen Wert mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt.
↑ Was ein hoher Wert bedeutet
Ein hoher Wert kann auf eine hohe Zufuhr in der letzten Zeit zurückgehen, etwa über Präparate. Ernste Nebenwirkungen sind selten, weil der Körper Vitamin C kaum speichert und Überschüsse ausscheidet. Sehr hohe Mengen aus Präparaten können aber Magenbeschwerden, Durchfall und selten Nierensteine verursachen. In der Schwangerschaft werden große Mengen nicht empfohlen, weil sie nach der Geburt zu einem Vitamin-C-Mangel beim Kind führen können. Besprich Abweichungen mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt.
Wann testen?
Ein Test kommt vor allem in Frage, wenn Beschwerden auf einen Mangel hindeuten, etwa Zahnfleischbluten, leichte Blutergüsse oder schlecht heilende Wunden, oder bei sehr einseitiger Ernährung mit wenig Obst und Gemüse. Weil der Körper Vitamin C kaum speichert, kann die Zufuhr der letzten Zeit das Ergebnis beeinflussen. Gib Präparate vor der Blutabnahme an und kläre die Vorbereitung mit deiner Praxis.
Häufige Fragen
Speichert der Körper Vitamin C? +
Nur in geringem Umfang. Vitamin C ist wasserlöslich, Überschüsse verlassen den Körper über den Urin. Deshalb ist eine regelmäßige Zufuhr nötig, und ein einzelner Blutwert kann davon abhängen, wie viel Vitamin C du in der letzten Zeit aufgenommen hast.
Was hat Vitamin C mit Eisen zu tun? +
Vitamin C unterstützt die Aufnahme von Eisen. Ein Vitamin-C-Mangel kann deshalb auch mit Blutarmut einhergehen. Bei auffälligen Eisen- oder Blutwerten ordnet deine Ärztin bzw. dein Arzt ein, welche Rolle die Ernährung spielt.
Kann zu viel Vitamin C schaden? +
Ernste Nebenwirkungen sind selten. Sehr hohe Mengen aus Präparaten können aber Magenbeschwerden, Durchfall und selten Nierensteine verursachen. In der Schwangerschaft werden große Mengen nicht empfohlen.
Welche Lebensmittel enthalten viel Vitamin C? +
Alle Obst- und Gemüsesorten enthalten etwas Vitamin C, besonders viel etwa Zitrusfrüchte, Kiwi, Mango, Papaya, Ananas, Beeren, Paprika, Brokkoli, Rosenkohl, Blumenkohl, Blattgemüse und Tomaten. Kochen, lange Lagerung und Licht können den Gehalt senken; roh ist am meisten enthalten.
Vitamin C (Ascorbinsäure)
Zuletzt aktualisiert: 05. Oktober 2026
Diese Informationen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Referenzbereiche können je nach Labor, Methode und Land variieren.