Magnesium
Essenzielles Mineral für über 300 Enzymreaktionen, Muskeln und Nerven
Auch bekannt als
Definition
Magnesium ist das vierthäufigste Mineral im Körper und Cofaktor für über 300 enzymatische Reaktionen. Es reguliert Muskelkontraktion und -relaxation, Nervenimpulse, Blutdruck, Blutzucker und die Proteinsynthese. Nur ~1 % des Körpermagnesiums zirkuliert im Blut, weshalb der Serumspiegel ein unzuverlässiger Marker für den Gesamtstatus ist. Magnesiummangel ist weit verbreitet und häufig subklinisch.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Einheit | mmol/l (mg/dl) |
| Referenzbereich | 0,75–1,05 mmol/l (1,8–2,55 mg/dl) |
Deinen persönlichen Zielbereich legst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt fest.
Umrechnung: 1 mmol/l = 2,43 mg/dl. US-Labore nutzen mg/dl (Normalwert 1,7–2,3 mg/dl).
↓ Was ein niedriger Wert bedeutet
Hypomagnesiämie (< 0,75 mmol/l) tritt bei unzureichender Zufuhr, chronischem Alkoholismus, Diabetes, Nierenerkrankungen, Diuretika-Einnahme oder Malabsorption auf. Symptome: Muskelkrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, erhöhte Insulinresistenz und Blutdruck.
↑ Was ein hoher Wert bedeutet
Hypermagnesiämie (> 1,1 mmol/l) ist selten und meist iatrogen (Magnesium-i.v.-Therapie, Niereninsuffizienz mit reduzierter Ausscheidung). Symptome: Übelkeit, Muskelschwäche, Herzrhythmusstörungen, in schweren Fällen Atemlähmung.
✓ Was den Wert beeinflussen kann
Der Serum-Magnesiumwert wird beeinflusst durch die Zufuhr über die Ernährung (z. B. Kürbiskerne, Mandeln, Spinat, Hülsenfrüchte, Vollkorn), chronischen Alkoholkonsum, Diabetes, Nierenerkrankungen, Diuretika und Malabsorption. Die Resorption hängt von der jeweiligen Magnesiumverbindung ab. Da nur etwa 1 % des Körpermagnesiums im Blut zirkuliert, bildet der Serumwert den Gesamtstatus nur eingeschränkt ab. Die Einordnung nimmt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt vor.
Wann testen?
Bei Muskelkrämpfen, Herzrhythmusstörungen, Schlafstörungen, Diabetes, Diuretika-Therapie oder sportlich hoher Belastung. Magnesium-Loading-Test oder Erythrozyten-Magnesium sind sensitiver als Serum-Mg für intrazelluläre Beurteilung.
Häufige Fragen
Warum ist der Magnesium-Bluttest oft unzuverlässig? +
Nur ca. 1 % des Körpermagnesiums befindet sich im Serum. Der Körper hält den Serumspiegel durch Freisetzung aus Knochen und Muskeln aufrecht, auch wenn die Gesamtvorräte erschöpft sind. Ein normaler Serum-Mg-Wert schließt einen intrazellulären Magnesiummangel nicht aus. Erythrozyten-Magnesium ist sensitiver.
Worin unterscheiden sich Magnesiumverbindungen? +
Vor allem in der Aufnahme: Magnesiumcitrat ist gut bioverfügbar, Magnesiumoxid wird am schlechtesten resorbiert. Magnesiumglycinat verbindet Magnesium mit der Aminosäure Glycin. Magnesiumthreonat soll die Blut-Hirn-Schranke besonders gut überqueren.
Zeigt der Serumwert, wie viel Magnesium ich aufnehme? +
Nur eingeschränkt. Da nur etwa 1 % des Körpermagnesiums im Blut zirkuliert und der Körper den Serumspiegel aus Knochen und Muskeln aufrechterhält, spiegelt der Wert die Zufuhr nicht direkt wider. Sportler, Schwangere und Menschen mit Diabetes können einen höheren Bedarf haben. Ob und in welcher Menge Magnesium eingenommen wird, legt die Ärztin oder der Arzt fest.
Kann Magnesium Blutdruck senken? +
Meta-Analysen zeigen, dass Magnesiumsupplementierung den systolischen Blutdruck leicht senken kann, besonders bei Personen mit Magnesiummangel oder erhöhtem Blutdruck. Bei ausreichender Basiszufuhr ist der Effekt gering. Ob und wie behandelt wird, legt die Ärztin oder der Arzt fest.
Magnesium
Quellen
Zuletzt aktualisiert: 28. Mai 2026
Diese Informationen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Referenzbereiche können je nach Labor, Methode und Land variieren.