Chrom
Essenzielles Spurenelement aus der Nahrung, beteiligt am Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel
Definition
Chrom ist ein essenzielles Spurenelement, das der Körper nicht selbst herstellen kann und über die Nahrung aufnehmen muss. Es ist am Abbau von Fetten und Kohlenhydraten beteiligt und unterstützt die Wirkung von Insulin. Gute Quellen sind Bierhefe, Fleisch und Vollkornprodukte; auch Eier, Leber, Austern, Weizenkeime, Brokkoli sowie einige Obst- und Gemüsesorten und Gewürze liefern Chrom.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Einheit | Einheit laut Laborbefund |
| Referenzbereich | Für Chrom im Blut nennen wir keinen typischen Bereich. Wird Chrom gemessen, ist der Referenzbereich in deinem Befund maßgeblich, denn Labore weichen voneinander ab. Besprich das Ergebnis mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt. |
Deinen persönlichen Zielbereich legst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt fest.
↓ Was ein niedriger Wert bedeutet
Ein Chrommangel kann laut MedlinePlus bei Menschen mit gestörter Glukosetoleranz vorkommen, etwa bei älteren Menschen mit Typ-2-Diabetes oder bei Säuglingen mit Protein-Energie-Mangelernährung. An Beschwerden allein lässt sich ein Mangel nicht ablesen. Ein Chrompräparat ist keine alleinige Diabetesbehandlung; besprich Fragen dazu mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt.
↑ Was ein hoher Wert bedeutet
Eine Überversorgung mit Chrom ist ungewöhnlich: Der Körper nimmt Chrom nur in geringem Umfang auf und scheidet es zügig wieder aus, Vergiftungen sind deshalb selten. Ein auffälliger Wert in einem Befund sollte trotzdem ärztlich eingeordnet werden, zum Beispiel im Hinblick auf eingenommene Präparate.
Wann testen?
Chrom ist vor allem als Nährstoff aus der Nahrung bekannt. Ob eine Messung im Blut in deiner Situation sinnvoll ist und welche Vorbereitung dein Labor verlangt, klärst du mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt; nenne dabei auch eingenommene Präparate.
Häufige Fragen
In welchen Lebensmitteln steckt Chrom? +
Die reichste Quelle ist Bierhefe, die allerdings bei manchen Menschen Blähungen und Übelkeit auslöst. Relativ gute Quellen sind Fleisch und Vollkornprodukte, außerdem Rindfleisch, Leber, Eier, Hähnchen, Austern, Weizenkeime und Brokkoli sowie einige Obst- und Gemüsesorten und Gewürze.
Wie viel Chrom braucht der Körper? +
Die US-Referenzwerte für eine angemessene Zufuhr (Adequate Intake) unterscheiden sich nach Alter und Geschlecht und liegen in Schwangerschaft und Stillzeit höher. Welche Menge in deiner Situation passt, besprichst du mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt.
Welche Rolle spielt Chrom beim Blutzucker? +
Chrom unterstützt die Wirkung von Insulin und den Abbau von Glukose. MedlinePlus weist darauf hin, dass ein Chrompräparat nicht als alleinige Behandlung bei Diabetes empfohlen wird. Entscheidungen über Präparate und Therapie triffst du gemeinsam mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt.
Chrom
Zuletzt aktualisiert: 05. Oktober 2026
Diese Informationen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Referenzbereiche können je nach Labor, Methode und Land variieren.