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Sauerstoffsättigung (SpO2)

Sauerstoffgehalt des Blutes in Prozent, meist per Pulsoxymeter am Finger gemessen

Auch bekannt als

SpO2 Pulsoxymetrie Sauerstoffsättigungswert

Definition

Die Sauerstoffsättigung beschreibt, wie stark dein Blut mit Sauerstoff beladen ist, angegeben in Prozent. Gemessen wird sie meist schmerzfrei mit einem Pulsoxymeter: Ein Clip, in der Regel an der Fingerspitze, schickt Licht durch die Haut, ein Sensor wertet es aus und zeigt nach wenigen Sekunden Sättigung und Puls an. Auch viele Smartwatches und Ringe geben einen SpO2-Wert aus.

Parameter Wert
Einheit %
Referenzbereich Typisch für Erwachsene: 95–100 %. Bei Lungenerkrankungen wie COPD oder in größerer Höhe können etwas niedrigere Werte als akzeptabel gelten. Welche Werte für dich passen, ordnet deine Ärztin bzw. dein Arzt ein.

Deinen persönlichen Zielbereich legst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt fest.

↓ Was ein niedriger Wert bedeutet

Ein zu niedriger Sauerstoffgehalt im Blut heißt Hypoxämie; je länger er anhält, desto größer ist laut MedlinePlus das Risiko für Schäden an Geweben und Organen. Niedrigere Werte können mit Erkrankungen wie COPD, Asthma, Lungenentzündung oder Herzschwäche, mit Schlafapnoe oder mit dem Aufenthalt in größerer Höhe zusammenhängen. Einzelne niedrige Werte können auch durch Messfehler entstehen, etwa bei kalten Fingern. MedlinePlus nennt als Orientierung: bei 92 % oder weniger ärztlichen Rat einholen, bei 88 % oder weniger sofort ärztliche Hilfe suchen, ebenso bei bläulichen Lippen, Atemnot oder Brustschmerz.

↑ Was ein hoher Wert bedeutet

Werte bis 100 % liegen im typischen Bereich. Ein hoher Wert schließt Probleme aber nicht sicher aus: Pulsoxymeter können laut MedlinePlus 2 bis 4 Prozentpunkte über oder unter dem tatsächlichen Sauerstoffgehalt liegen, und eine dunklere Hautpigmentierung gehört zu den Faktoren, die das Ergebnis verfälschen können. Für einen genaueren Wert kann die Ärztin bzw. der Arzt eine arterielle Blutgasanalyse veranlassen.

Wann testen?

Gemessen wird die SpO2 bei Routineuntersuchungen, bei Atemnot, Lungen- oder Herzerkrankungen, Schlafapnoe, vor, während und nach Operationen sowie bei einer Sauerstofftherapie. Für verlässlichere Werte: kein dunkler Nagellack und keine künstlichen Nägel am Messfinger, Hände warm halten. Schlechte Durchblutung und Rauchen können das Ergebnis ebenfalls verfälschen.

Häufige Fragen

Wie genau misst ein Pulsoxymeter? +

Laut MedlinePlus können Pulsoxymetrie-Werte 2 bis 4 Prozentpunkte vom tatsächlichen Sauerstoffgehalt im Blut abweichen. Genauer ist eine arterielle Blutgasanalyse aus einer Blutprobe; manchmal werden beide Verfahren kombiniert.

Was kann die Messung verfälschen? +

Dunkler Nagellack und künstliche Nägel können das Licht blockieren. Außerdem können eine dunklere Hautpigmentierung, schlechte Durchblutung, kalte Haut und Tabakkonsum zu ungenauen Ergebnissen führen.

Wie verlässlich sind SpO2-Werte von Smartwatches und Ringen? +

Auch sie messen optisch und sind daher störanfällig, etwa bei kalter Haut oder schlechter Durchblutung. Betrachte einzelne Werte als Schätzung. Treten wiederholt niedrige Werte auf oder kommen Beschwerden wie Atemnot hinzu, besprich das mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt.

Ist ein Wert unter 95 % immer bedenklich? +

Nicht unbedingt. Bei Lungenerkrankungen wie COPD oder in größerer Höhe können niedrigere Werte als akzeptabel gelten. Welcher Bereich für dich passt, legt deine Ärztin bzw. dein Arzt fest. Bei 88 % oder weniger rät MedlinePlus, sofort ärztliche Hilfe zu suchen.

Sauerstoffsättigung (SpO2)

Zuletzt aktualisiert: 05. Oktober 2026

Diese Informationen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Referenzbereiche können je nach Labor, Methode und Land variieren.