Präalbumin (Transthyretin)
Bluteiweiß aus der Leber, das als Hinweis auf den Ernährungszustand gemessen wird
Auch bekannt als
Definition
Präalbumin, auch Transthyretin genannt, ist ein Eiweiß, das in der Leber gebildet wird und im Blut zirkuliert. Es transportiert Schilddrüsenhormone und Vitamin A und dient als Baustein für andere Eiweiße. Der Bluttest wurde lange genutzt, um die Eiweiß- und Nährstoffversorgung einzuschätzen, vor allem bei schwer kranken Menschen. Da der Wert auch bei Entzündungen, Infektionen und Verletzungen sinkt, ist sein Nutzen als Ernährungsmarker heute umstritten.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Einheit | mg/dl oder g/l |
| Referenzbereich | Einen einheitlichen Referenzbereich gibt es nicht; das Labor legt ihn für sein Verfahren fest. Maßgeblich ist der Bereich in deinem Befund, die Einordnung übernimmt deine Ärztin bzw. dein Arzt. |
Deinen persönlichen Zielbereich legst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt fest.
Umrechnung: 1 mg/dl = 0,01 g/l (10 mg/dl = 0,1 g/l).
↓ Was ein niedriger Wert bedeutet
Ein niedriger Präalbumin-Wert kann laut MedlinePlus mit Mangelernährung zusammenhängen, ebenso mit Entzündungen, Verletzungen wie Verbrennungen, schweren oder lang andauernden Erkrankungen, Lebererkrankungen, schweren Infektionen, einer Schilddrüsenüberfunktion oder bestimmten Erkrankungen des Verdauungstrakts. Wer krank, verletzt oder frisch operiert ist, bei dem lässt sich die Ursache oft nicht sicher zuordnen; meist folgen weitere Untersuchungen. Besprich Abweichungen mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt.
↑ Was ein hoher Wert bedeutet
Ein erhöhter Präalbumin-Wert kann mit einem Hodgkin-Lymphom, Nierenversagen, einer Alkoholkonsumstörung oder einer hochdosierten Behandlung mit Kortikosteroiden zusammenhängen. Der Test dient laut MedlinePlus aber nicht dazu, diese Erkrankungen festzustellen oder zu überwachen. Auch bestimmte Medikamente und eine Schwangerschaft beeinflussen den Wert, und nicht jede Abweichung bedeutet, dass etwas behandelt werden muss. Besprich das Ergebnis mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt.
Wann testen?
Der Test wird meist bei Menschen mit erhöhtem Risiko für Mangelernährung veranlasst, etwa im Krankenhaus, vor oder nach Operationen, bei schweren chronischen Erkrankungen, Dialyse oder künstlicher Ernährung, oder bei Anzeichen wie Gewichtsverlust, Schwäche, trockener Haut und Haarausfall. Eine besondere Vorbereitung ist nicht nötig. Nenne vorab alle Medikamente, die du nimmst, und setze nichts ohne Rücksprache ab.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Präalbumin und Albumin? +
Beides sind Eiweiße aus der Leber, die im Blut gemessen werden. Präalbumin transportiert unter anderem Schilddrüsenhormone und Vitamin A. Beide Werte werden von Entzündungen beeinflusst und deshalb immer im Zusammenhang mit anderen Befunden betrachtet.
Zeigt ein niedriger Präalbumin-Wert sicher eine Mangelernährung? +
Nein. Laut MedlinePlus sinkt Präalbumin auch bei Entzündungen, Infektionen und Verletzungen. Viele Fachleute halten den Test deshalb nicht mehr für geeignet, eine Mangelernährung festzustellen; andere nutzen ihn weiterhin bei schwer kranken Menschen. Die Bewertung gehört in ärztliche Hand.
Muss ich für den Test nüchtern sein? +
Laut MedlinePlus ist keine besondere Vorbereitung nötig. Manche Medikamente können das Ergebnis beeinflussen, deshalb solltest du vorab sagen, was du einnimmst.
Präalbumin (Transthyretin)
Zuletzt aktualisiert: 05. Oktober 2026
Diese Informationen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Referenzbereiche können je nach Labor, Methode und Land variieren.