Biomarker U/l oder µg/l (je nach Messverfahren)

Creatinkinase (CK)

Muskelenzym im Blut, das nach Muskelbelastung oder Muskelschäden ansteigen kann

Auch bekannt als

CK CPK Kreatinkinase Creatinphosphokinase

Definition

Die Creatinkinase (CK, auch Creatinphosphokinase, CPK) ist ein Enzym, das an der Energiebereitstellung in den Zellen beteiligt ist. Der größte Teil sitzt in der Skelettmuskulatur, kleinere Mengen im Herzmuskel und im Gehirn. Durch den normalen Verschleiß der Muskeln gelangt immer etwas CK ins Blut; werden Muskel-, Herz- oder Hirngewebe geschädigt, tritt mehr aus. Der Test dient vor allem dazu, Muskelverletzungen und Muskelerkrankungen zu erkennen und im Verlauf zu beobachten.

Parameter Wert
Einheit U/l oder µg/l (je nach Messverfahren)
Referenzbereich Abhängig von Alter, Geschlecht, ethnischer Herkunft, Muskelmasse und körperlicher Aktivität. MedlinePlus nennt für die Gesamt-CK 10–120 µg/l; Labore, die die CK als Enzymaktivität in U/l angeben, verwenden eigene Bereiche. Maßgeblich ist der Referenzbereich in deinem Befund; besprich ihn mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt.

Deinen persönlichen Zielbereich legst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt fest.

Angaben in µg/l (Masse) und U/l (Enzymaktivität) lassen sich nicht direkt ineinander umrechnen. Vergleiche nur Ergebnisse mit derselben Einheit.

↓ Was ein niedriger Wert bedeutet

Welcher CK-Wert für dich normal ist, hängt unter anderem von Alter, Geschlecht, Muskelmasse und körperlicher Aktivität ab. Ein niedriger Wert wird deshalb immer zusammen mit diesen Faktoren betrachtet. Frag bei Unklarheiten deine Ärztin bzw. deinen Arzt.

↑ Was ein hoher Wert bedeutet

Eine erhöhte CK spricht meist für eine Belastung oder Schädigung von Muskelgewebe, etwa nach intensivem Training, Unfällen, Verbrennungen oder Krampfanfällen. Sie kann auch mit Muskelerkrankungen wie Muskeldystrophien oder Myositis, mit Rhabdomyolyse, Herzmuskelentzündung, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Schilddrüsenfunktionsstörungen zusammenhängen. Bestimmte Medikamente wie Statine sowie Alkohol können den Wert ebenfalls erhöhen. Nach manchen Verletzungen erreicht die CK erst bis zu zwei Tage später ihr Maximum. Woher sie stammt, zeigt der Gesamtwert nicht; dafür gibt es die Bestimmung der Isoenzyme. Besprich erhöhte Werte mit deiner Ärztin bzw. deinem Arzt.

Wann testen?

Eine besondere Vorbereitung ist meist nicht nötig. Damit das Ergebnis aussagekräftig ist, kann deine Ärztin bzw. dein Arzt dich bitten, einige Tage vorher auf intensives Training und Alkohol zu verzichten. Veranlasst wird der Test etwa bei Muskelschmerzen, Muskelschwäche oder dunklem Urin, nach Muskelverletzungen oder unter Medikamenten, die Muskeln schädigen können, zum Beispiel Statinen.

Häufige Fragen

Warum kann die CK nach dem Training erhöht sein? +

Intensive Belastung beansprucht die Skelettmuskulatur, dabei gelangt mehr CK ins Blut, vor allem die Form CK-MM. Deshalb wird oft geraten, vor der Blutabnahme einige Tage auf intensives Training zu verzichten. Ob ein erhöhter Wert allein durch Training erklärbar ist, beurteilt deine Ärztin bzw. dein Arzt.

Was unterscheidet CK-MM, CK-MB und CK-BB? +

Es sind drei Formen (Isoenzyme) der CK. Hohe CK-MM stammt meist aus der Skelettmuskulatur, hohe CK-MB meist aus dem Herzmuskel, hohe CK-BB kann mit dem Gehirn oder mit glatter Muskulatur, etwa im Verdauungstrakt, zusammenhängen. Die Isoenzyme werden bestimmt, wenn die Herkunft eines erhöhten Gesamtwerts unklar ist.

Wird die CK noch zur Herzinfarkt-Diagnostik genutzt? +

In bestimmten Fällen ja. Häufiger wird heute Troponin bestimmt, weil es Schäden am Herzmuskel besser anzeigt.

Warum wird die CK manchmal mehrfach gemessen? +

Nach manchen Verletzungen erreicht die CK erst bis zu zwei Tage später ihren Höchstwert. Wiederholte Messungen zeigen, ob der Wert steigt oder fällt; anhaltend hohe oder steigende Werte können darauf hinweisen, dass die Muskelschädigung fortbesteht.

Creatinkinase (CK)

Zuletzt aktualisiert: 05. Oktober 2026

Diese Informationen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Referenzbereiche können je nach Labor, Methode und Land variieren.