hsCRP
Hochsensitiver Entzündungsmarker im Blut
Auch bekannt als
Definition
Das hochsensitive C-reaktive Protein (hsCRP) ist ein ultrasensitiver Entzündungsmarker, der selbst niedrigschwellige chronische Entzündungen im Körper anzeigt. Es gilt als unabhängiger Risikomarker für kardiovaskuläre Erkrankungen. Im Biohacking-Kontext dient hsCRP als Leitindikator für den Entzündungsstatus und die Wirksamkeit von Lifestyle-Interventionen.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Einheit | mg/l |
| Referenzbereich | Labore geben eigene Bereiche an; maßgeblich ist der Bereich in deinem Befund, die Einordnung übernimmt deine Ärztin bzw. dein Arzt. Die Risikogruppen der CDC/AHA-Stellungnahme von 2003 (unter 1, 1–3, über 3 mg/l) beschreiben das relative kardiovaskuläre Risiko und sind kein Referenzbereich. |
Deinen persönlichen Zielbereich legst du mit deiner Ärztin oder deinem Arzt fest.
↓ Was ein niedriger Wert bedeutet
hsCRP < 1,0 mg/l zeigt ein niedriges Entzündungsniveau an. Die Stellungnahme von CDC und AHA (Pearson et al., Circulation 2003) ordnet diesen Bereich einem niedrigen relativen kardiovaskulären Risiko zu; das ist eine Einteilung dieses einen Markers, kein individuelles kardiovaskuläres Gesamtrisiko. Sehr niedrige Werte nahe null sind unauffällig; eine klinisch relevante Untergrenze gibt es nicht.
↑ Was ein hoher Wert bedeutet
Die CDC/AHA-Stellungnahme von 2003 ordnet hsCRP 1–3 mg/l einem durchschnittlichen und über 3 mg/l einem hohen relativen kardiovaskulären Risiko zu. Diese Kategorien beschreiben nur diesen Marker; das individuelle kardiovaskuläre Gesamtrisiko ergibt sich erst zusammen mit weiteren Faktoren wie Blutdruck, Blutfetten, Rauchen und Diabetes. Ein akuter Infekt kann den Wert vorübergehend erhöhen und gehört deshalb zur Einordnung. hsCRP > 10 mg/l: wahrscheinlich akute Infektion oder Gewebeschaden – keine kardiovaskuläre Interpretation möglich. Chronisch erhöhtes hsCRP ist mit Adipositas, metabolischem Syndrom, Schlafmangel, Rauchen und parodontaler Erkrankung assoziiert.
✓ Was den Wert beeinflussen kann
Der hsCRP-Wert wird durch akute Infekte und Gewebeschäden deutlich erhöht und deshalb bei akuter Erkrankung nicht kardiovaskulär interpretiert. Langfristig beeinflussen ihn Übergewicht (Fettgewebe ist eine Entzündungsquelle), Rauchen, Schlafmangel, Parodontitis, Alkoholkonsum, Ernährungsmuster und körperliche Aktivität. Eine mediterrane Ernährung und regelmäßiges Ausdauertraining sind in Studien mit niedrigeren hsCRP-Werten verbunden. Die Einordnung nimmt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt vor.
Wann testen?
Während oder kurz nach akuten Infekten ist der Wert kardiovaskulär nicht aussagekräftig (er kann auf > 100 mg/l ansteigen). Kein Nüchterngebot. Bestimmt wird hsCRP im kardiovaskulären Screening, meist zusammen mit dem Lipidprofil, besonders bei Risikofaktoren. Ob und wann erneut gemessen wird, legt die Ärztin oder der Arzt fest.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen CRP und hsCRP? +
Standard-CRP erfasst hohe Entzündungswerte (> 5 mg/l) für die Akutdiagnostik. hsCRP kann Werte bis 0,1 mg/l messen und ist daher sensitiv für chronische Niedriggradientzündung. Für kardiovaskuläres Risiko-Screening wird immer hsCRP verwendet.
Können Omega-3-Fettsäuren hsCRP senken? +
Ja. Metaanalysen zeigen, dass hochdosierte Omega-3-Fettsäuren (EPA+DHA) hsCRP senken können, insbesondere bei erhöhten Ausgangswerten. Ob und in welcher Menge Omega-3 eingenommen wird, legt die Ärztin oder der Arzt fest.
Wie lässt sich ein durch Infektion erhöhtes hsCRP von chronischer Entzündung unterscheiden? +
Bei akuter Infektion steigt CRP rasch auf Werte > 10–100 mg/l und normalisiert sich nach Abklingen der Infektion innerhalb weniger Tage. Chronisch erhöhtes hsCRP liegt typischerweise konstant zwischen 1–10 mg/l. Eine erneute Messung nach einer infektfreien Phase erleichtert die Unterscheidung.
hsCRP
Quellen
Zuletzt aktualisiert: 28. Mai 2026
Diese Informationen dienen nur der Orientierung und ersetzen keine ärztliche Beratung. Referenzbereiche können je nach Labor, Methode und Land variieren.